Mit HPE Morpheus VM Essentials 8.1.0 LTS hat HPE im Februar 2026 ein Update veröffentlicht, das vor allem in den Bereichen HVM, Storage-Integration, Plugins und Appliance-Handling relevant ist.
Aus Admin-Sicht ist vor allem wichtig: Nach dem Upgrade müssen die HVM Host Agents auf allen Hosts ebenfalls aktualisiert werden.

Pflicht nach dem Upgrade: HVM Host Agents aktualisieren

Der wichtigste operative Punkt in den Release Notes ist der verpflichtende Agent-Upgrade-Schritt.
Nach dem Update auf 8.1.0 reicht es nicht, nur die Appliance zu aktualisieren. Zusätzlich müssen alle HVM Host Agents auf den angebundenen Hosts aktualisiert werden.

Das geht entweder direkt über die Oberfläche:

HVM Host > ACTIONS > Upgrade Agent

oder per Download eines hostspezifischen Upgrade-Skripts, das anschließend lokal auf dem jeweiligen HVM Host ausgeführt wird.

In Umgebungen mit mehreren HVM Hosts sollte dieser Schritt fest in den Wartungsablauf eingeplant werden.

HVM: vCPU Placement mit NUMA- und L3-Kontrolle

Im Bereich HVM bringt 8.1.0 eine funktionale Erweiterung für CPU-Platzierung.
Neu ist die Steuerung der vCPU placement unter Berücksichtigung von NUMA- und L3-boundaries.

Das ist vor allem für Workloads interessant, bei denen CPU-Topologie, Cache-Lokalität und konsistente Performance eine Rolle spielen. In homogenen Cluster-Umgebungen kann das helfen, Ressourcen gezielter zuzuweisen.

Zusätzlich wurde ein Fehler behoben, bei dem GFS2 nach einem Reboot eines HVM Hosts in einen read-only Zustand wechseln konnte. Das ist ein relevanter Stabilitätsfix für produktive HVM-Installationen.

Alletra MP Plugin: mehr Storage-Kontext im UI

Beim Alletra MP Plugin wurden mehrere Punkte erweitert:

  • Storage Type als auswählbares Feld im Instance-Provisioning-Wizard
  • neue Protection-Kachel auf der Storage Server Summary Page
  • Unterstützung für RCFC und RCIP

Die neue Protection-Anzeige liefert zusätzliche Informationen zu Replikation und Snapshots für VMs und Instanzen. Für Admins ist das vor allem dann nützlich, wenn Storage-Schutzmechanismen direkt aus dem Plattformkontext nachvollzogen werden sollen.

Aruba-Plugins aktualisiert

Auch die Aruba-Integrationen wurden angehoben:

Aruba CX Plugin 1.9.0

Neu ist die Anzeige von:

  • Seriennummern
  • Health Status der Switches

Die Informationen werden im Network-Tab der Integrationsdetails angezeigt.

Aruba CX DSS Plugin 1.5.0

Beim Erstellen einer DSS Port Group kann jetzt ein Policy Distribution Target (PDT) angegeben werden.

Für Umgebungen, in denen Netzwerksegmente und Richtlinien eng an die Virtualisierungsplattform gekoppelt sind, ist das eine sinnvolle Erweiterung.

Appliance: gemeinsames Binary, Lizenz steuert Funktionsumfang

Mit 8.1.0 gibt es nicht mehr getrennte Binary-Pakete für HPE Morpheus Enterprise und HPE Morpheus VM Essentials.
Stattdessen gibt es jetzt ein gemeinsames Installations-Binary, der verfügbare Funktionsumfang wird ausschließlich über die Lizenz gesteuert.

Für den Betrieb vereinfacht das die Paketverwaltung und reduziert Unterschiede bei Deployment und Update-Prozessen.

Zusätzlich wurde die Evaluierungsphase für neu installierte Umgebungen ohne bezahlte Lizenz von 30 auf 60 Tage erhöht. Das ist eher für Test- und Lab-Umgebungen relevant als für den produktiven Betrieb.

Library: Beispiel-Images jetzt standardmäßig enthalten

Neu ist auch eine Default Library mit Beispiel-Images, die direkt für HVM-Cluster oder integrierte VMware Clouds verwendet werden kann.

Für produktive Umgebungen ist das kein Kernfeature, für PoCs, Lab-Deployments und Erstinstallationen aber praktisch, weil sich Testbereitstellungen schneller umsetzen lassen.

Kleinere, aber nützliche Änderungen

Weitere Punkte aus den Release Notes:

  • interne Dependency-Updates zur Schließung potenzieller Sicherheitslücken
  • Anzeige der Volume UUID auf den Storage-Volume-Detailseiten
  • verbesserte Effizienz bei /api/instances, das in manchen Umgebungen langsam reagiert hat

Gerade der API-Punkt ist für größere Umgebungen relevant, wenn Instanzlisten regelmäßig per Automation oder Monitoring abgefragt werden.

Fazit

8.1.0 ist kein spektakuläres Feature-Release, aber ein technisch sinnvolles LTS-Update mit mehreren praxisrelevanten Änderungen.

Aus Betriebssicht sind vor allem diese Punkte relevant:

  • HVM Host Agent Upgrade ist nach dem Update verpflichtend
  • vCPU Placement für HVM wurde um NUMA- und L3-Kontrolle erweitert
  • Alletra MP Integration wurde funktional ausgebaut
  • API-Performance bei /api/instances wurde verbessert
  • der GFS2 Read-Only-Fall nach Host-Reboot wurde behoben
  • Appliance-Deployment wurde durch ein gemeinsames Binary vereinheitlicht

Für Admins mit HVM- oder Storage-fokussierten Umgebungen ist 8.1.0 damit ein sinnvolles Wartungs- und Infrastruktur-Update.


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